Kraftwerk-Abwärme und Rheinwasser als Wärmequellen

Die Abwärme der bestehenden Generatoren wird künftig genutzt als Wärmequelle für die Wärmepumpenanlage. (Fotos: AEW, KWA/Axpo)

20.02.2026
AEW Energie AG / PW

Nachhaltiger Wärmeverbund in Augst

Die AEW Energie AG treibt den Ausbau der nachhaltigen und effizienten Wärmeversorgung weiter voran: Für den neuen Wärmeverbund in Augst BL wurde die Baubewilligung erteilt. Das Projekt, in das über 8 Mio. Franken investiert werden, nutzt zu 100 % erneuerbare Wärmequellen und ersetzt unter anderem die bestehende AEW Contracting-Anlage in Pratteln.

Die Wärmezentrale entsteht in der Maschinenhalle des Wasserkraftwerks Augst. Sie nutzt zwei natürliche Energiequellen: die Abwärme der Kraftwerksgeneratoren sowie das Rheinwasser. Über ein rund 1,3 Kilometer langes Fernwärmenetz wird die CO2-freie Wärme an bestehende und neu gewonnene Wärmekunden verteilt. Die Anlage liefert eine thermische Leistung von 2 MW und erreicht im Endausbau einen geplanten Wärmeabsatz von rund 4400 MWh pro Jahr. Dies führt gegenüber fossilen Heizsystemen zu einer jährlichen CO2-Reduktion von rund 1200 Tonnen.

Zwillingskraftwerk: vorne das Wasserkraftwerk KWA in CH-Augst BL am linken Rhein-Ufer, gegenüber das KW von D-Wyhlen am rechten Ufer. Die AEW-Wärmezentrale entsteht in der Maschinenhalle des KW Augst. (Fotos: AEW, KWA/Axpo)

Zwillingskraftwerk: vorne das Wasserkraftwerk KWA in CH-Augst BL am linken Rhein-Ufer, gegenüber das KW von D-Wyhlen am rechten Ufer. Die AEW-Wärmezentrale entsteht in der Maschinenhalle des KW Augst. (Fotos: AEW, KWA/Axpo)

In dieser Maschinenhalle des Wasserkraftwerks Augst wird die Wärmepumpenanlage eingebaut, welche die Kraftwerk-Abwärme und das Rheinwasser als Wärmequellen nutzen wird. (Fotos: AEW, KWA/Axpo)

In dieser Maschinenhalle des Wasserkraftwerks Augst wird die Wärmepumpenanlage eingebaut, welche die Kraftwerk-Abwärme und das Rheinwasser als Wärmequellen nutzen wird. (Fotos: AEW, KWA/Axpo)

Die Abwärme der bestehenden Generatoren wird künftig genutzt als Wärmequelle für die Wärmepumpenanlage. (Fotos: AEW, KWA/Axpo)

Die Abwärme der bestehenden Generatoren wird künftig genutzt als Wärmequelle für die Wärmepumpenanlage. (Fotos: AEW, KWA/Axpo)

Situation am Grenzfluss Rhein bei Augst BL. (Bild: telsearch)

Situation am Grenzfluss Rhein bei Augst BL. (Bild: telsearch)

Strategische Investition in die Energiezukunft
Mit der Investition von über 8 Mio. Franken setzt die AEW ein klares Zeichen für die Umsetzung der Energiestrategie und den konsequenten Ausbau erneuerbarer Wärmelösungen. Der neue Wärmeverbund ersetzt eine bestehende Contracting-Anlage, welche mit Holzpellets und Öl betrieben wurde, und erweitert gleichzeitig das Kundennetz in der Region.

Die Wärmepumpenanlage kombiniert die Nutzung von Kraftwer-Abwärme und Rheinwasser zu einem besonders energieeffizienten System. Drei Wärmespeicher à 16 m3 sichern die Versorgung auch bei Spitzenlasten und sorgen für einen zuverlässigen und stabilen Betrieb.

 

Nächste Schritte und Zeitplan 
Mit der erteilten Baubewilligung rückt die Umsetzung des Wärmeverbunds einen entscheidenden Schritt näher. Voraussichtlich im April 2026 starten die Installationsarbeiten für die neue Wärmezentrale in der Maschinenhalle des Kraftwerks Augst. Bereits im Juni 2026 folgt die Lieferung der Wärmepumpe, welche das Herzstück der Anlage bildet. Nach Abschluss der Installations- und Inbetriebnahmephase wird der Wärmeverbund zur Heizperiode 2026/27 erstmals CO2-freie Wärme an die angeschlossenen Gebäude liefern.

 

aew.ch
kwa.ch  (Kraftwerk Augst, inkl. Grossschifffahrtsschleuse) 

 


30 Jahre AEW Wärme
Seit Anfang der 1990er-Jahre baut die AEW Wärmeverbünde und Contracting-Anlagen und hat sich zu einer der wichtigsten Wärme- und Kältelieferantinnen der Schweiz entwickelt. Was mit dem ersten Wärmeverbund in Möhlin AG begann, umfasst heute 77 Anlagen im Kanton Aargau und den angrenzenden Regionen. Mit einer Produktionskapazität von über 230 GWh pro Jahr deckt die AEW nahezu den Wärmebedarf der Stadt Aarau ab und versorgt über 16‘000 Haushalte mit einer CO2-Einsparung von rund 55 000 Tonnen pro Jahr.


 


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